Bürgerschaftssitzung 06.07.2017

 


Ostsee Zeitung: Sowjetdenkmal am Neuen Markt: Kirche setzt auf Kompromiss

Pastor Christoph Lehnert regt einen internationalen Architekturwettbewerb zur künftigen Gestaltung des Markt- platzes an. Eine Tiefgarage lehnt der Geistliche rigoros ab.

Fotos:Stefan Sauer
Fotos:Stefan Sauer

OZ-Artikel von Von Marlies Walther:
Es ist das umstrittenste Denkmal in Stralsund Das sowjetische Ehrenmal am Neuen Markt, unmittelbar vor der Marienkirche. Die einen möchten den mächtigen Obelisken lieber heute als morgen von seinem angestammten Platz vor dem Nordeingang der Kirche ver- bannen. Die anderen pochen auf den Denk- malstatus genau an dieser Stelle, denn die Anlage befindet sich im Kern des von der Unesco als Weltkulturerbe anerkannten Stadtgebietes und ist auf der Liste der Bau- denkmale mit der Nummer 607 eingetragen. mehr

 

Landesenkmalpflege MV : Denkmal des Monats Juni 2014

Stein des Anstoßes?! Das "unbequeme" sowjetische Ehrenmal am Neuen Markt in der Hansestadt Stralsund

Artikel von Dr. Klaus Winands:
In Zeiten von Jahrestagen politischer Schreckensereignisse rücken Denkmale in den Blickpunkt, die aus verschiedenen An- lässen als Erinnerungsmale errichtet worden sind. Gerade die Denkmale aus der sowjetischen Besatzungszeit auf dem Ge- biet der ehemaligen DDR verdienen in der heutigen Zeit besonderer Aufmerksamkeit. mehr

Neuer Markt, Marienkirchhof, Ehrenmal, Stele von Norden (Foto: LAKD-MV/LD, A. Bötefür)
Neuer Markt, Marienkirchhof, Ehrenmal, Stele von Norden (Foto: LAKD-MV/LD, A. Bötefür)
 
Willkommen auf der Internetpräsenz der Fraktion LINKE offene Liste

Unsere Anfragen und Anträge in der Bürgerschaftssitzung am 21. Sept.

 

• Antrag:

Antrag für den Erhalt des Wandbildes
von Prof. Tom Beyer

Der Oberbürgermeister wird beauftragt, den vollständigen Erhalt des Wandbildes am Giebel des Wohnblockes Reiferbahn 1-3 des Stralsunder Künstlers Prof. Tom Beyer, Titel: Werktätige Menschen, zu prüfen.

 

Begründung:

Der Künstler Prof. Tom Beyer hat viele Jahre in Stralsund gelebt. Sein künstlerisches Wirken ist eng mit der Werft – und Hafenstadt Stralsund verbunden.
Er hat sich damit beachtliche Anerkennung erworben.
Auf Kunstauktionen erzielen seine Werke hohe Preise.
Das vollständige Bewahren seiner Werke sollte Ansinnen unserer Weltkulturerbestadt sein.


• Anfrage:

Sicherung der Ordnung und Sauberkeit bei Veranstaltungen

  1. Wie ist die Sicherung von Ordnung und Sauberkeit bei Veranstaltungen geregelt?
  2. In welchem Zyklus erfolgt die Entsorgung bei mehrtägigen Veranstaltungen?
  3. Wie nimmt die Stadt Einfluss auf ein sauberes Stadtbild während der Veranstaltungen?

Begründung:

Bürger kritisieren den unachtsamen Umgang mit Veranstaltungsmüll durch die Veranstalter und das Vorhalten von zu wenigen Möglichkeiten der Entsorgung.


• Anfrage:

Sitzgelegenheiten in der Innenstadt

  1. Wie viele Sitzgelegenheiten sind in der Innenstadt an welchen Standorten für wie viele Personen vorhanden?
  2. Wie schätzt die Verwaltung die Situation ein: - Sind die vorhandenen Sitzgelegenheiten ausreichend? - Wie ist der Pflege und Erhaltungszustand?
  3. Gibt es konkrete Planungen die Situation zu verbessern?

Begründung:

Einwohnen und Urlauber beklagen ein Mangel an angenehmen Aufenthaltsbereichen mit Sitzgelegenheiten (ohne einen Kaffee trinken zu müssen) und Spielmöglichkeiten sowie Treff- oder Bewegungspunkten. Ein Mehr in der Sache könnte die Aufenthaltsqualität und das Gesamtbild der Innenstadt weiter verbessern.


• Anfrage:

P +R Parkplätze

  1. Wie wurden die P + R Parkplätze 2017 bisher angenommen?
  2. Wo sieht die Verwaltung Verbesserungsbedarf und welche Planungen gibt es auch in Absprache mit dem Nahverkehr.
  3. Welche Perspektiven gibt es für den P + R Parkplatz am Tribseer Damm (Hexen - Weg)? Ist die Nutzung 2018 trotz Baumaßnahmen am Tribseer Damm 100 prozentig gesichert?

Begründung:

Es besteht ein öffentliches Interesse.


• Anfrage:

Alter Kornspeicher Böttcherstraße 23

  1. Wie ist die Sicherung von Ordnung und Sauberkeit bei Veranstaltungen geregelt?
  2. In welchem Zyklus erfolgt die Entsorgung bei mehrtägigen Veranstaltungen?
  3. Wie nimmt die Stadt Einfluss auf ein sauberes Stadtbild während der Veranstaltungen?

Begründung:

Der Museumsspeicher ist Bestandteil des Weltkulturerbes und steht unter Denkmalschutz. Es ist die Aufgabe der Stadt, das Erbe zu bewahren? Die vielen Lücken, Risse und Löcher, die man in den Mauern sieht, müssen dringend ausgefüllt, saniert oder repariert werden. Wenn im Herbst die Nässe dort einzieht und dann der Frost kommt, wird das Eis die Lücken sprengen und neue, größere Schäden hervorbringen.


Die Sundpromenade und das Thälmann-Denkmal

Damals wie heute - Das Thema beschäftigte schon 2014 die Bürgerschaftsmitglieder

Die Fraktion der Partei Die LINKE in der Stralsunder Bürgerschaft beschäftigte sich in ihrer Sitzung am 10. Februar 2014 mit den Plänen der Stadtverwaltung zur weiteren Gestaltung der Sundpromenade. Dazu konnten Frau Gressert, Herrn Wohlgemuth und Herrn Bogusch vom Bauamt begrüßt werden, die die Planungen vorstellten und gleichzeitig noch anhand alter Unterlagen einen Rückblick auf die Geschichte dieser Promenade ermöglichten.

Besonderes Augenmerk richteten die Stadtvertreter der LINKEN verständlicherweise auf die Einbezieh-ung des Thälmann-Denkmals. Die laufende Pflege und die vollständige Erhaltung des Denkmals lagen und liegen uns besonders am Herzen. Wir berufen uns dabei auch auf einen Text der Landesdenkmalpflege –

Zitat: „ Die Hansestadt Stralsund sollte aus denkmalfachlicher Sicht bei den weiteren Planungen zu dem Entschluss kommen, sich für die Erhaltung des Thälmann-Denkmals in der überkommenen künstler-ischen Gestaltung zu entscheiden …“
(Mehr dazu auf der Seite der Landesdenkmalpflege: Thälmann ohne Mauer? Die künstlerische Idee des Ernst-Thälmann-Denkmals in der Hansestadt Stralsund. Denkmal des Monats Februar 2013)

Unsere Fraktion sieht die Stadt auch in der Pflicht, die Rechte des Gestalters, Prof. W. Arnold, an seinem Werk auch über seinen Tod hinaus zu wahren. Herr Wohlgemuth betonte, dass für alle Einzel-heiten der Promenadengestaltung noch ausreichend Zeit zur Verfügung steht, um alle Für und Wider, nicht nur zum Denkmal, abzuwägen und akzeptable Lösungen für alles zu finden.

Die Umgestaltung der Promenade stand in engem Zusammenhang mit der Planung des Ostseeküsten-Radwanderweges, die sich in den Gesamtplan einfügen sollte. Die Fraktion nahm das zustimmend zur Kenntnis und äußerte den Wunsch, in alle Phasen der Planung auch die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt einzubeziehen.

Christina Winkel, in Georg Kreissler`s „ Lola Blau“
Christina Winkel, in Georg Kreissler`s „ Lola Blau“

1974 begann ich am Theater Stralsund - genau mit die- sem Gedankengut aus Georg Kreissler`s „ Lola Blau“ - als junge Mezzosopranistin. Bis 1989 lebte ich voller Inbrunst, voller Lust, voller Hingabe und Wohligkeit diesen Beruf.
Mit der Vereinigung Deutschlands kam die Angst; die Angst, diesen wunderschönen Beruf zu verlieren. Denn es galten plötzlich andere, schärfere, menschenun- würdige Gesetze. Reihenweise wurden Kolleginnen und Kollegen,die noch keine 15 Jahre am Theater waren, entlassen. Ich fiel unter die „ Glücklichen“, für die die damalige Gewerkschaft „Kunst“ der DDR die Unkünd- barkeit erkämpfte. Das war ein Riesenerfolg! Seitdem stellte ich mich als Linke an die vorderste Front der Gewerkschaft GDBA (Gewerkschaft Deutscher Bühnenangehörige) am Theater und habe so manchen Kampf gewonnen und auch verloren. Die verschie- denen Gewerkschaften am Theater sind eine große Kraft, um bessere Arbeitsbedingungen und bessere Entlohnung zu erreichen.
Auch sie sind wütend über die seit Jahren andauernden Entwicklungen in Richtung Fusionen und damit einhergehenden Abbau von Arbeitsplätzen und einer immer schleichenderen kulturellen Verelendung der Bevölkerung. Die herrschende Politik bestimmt die Richtung – zur Zeit in Richtung Theaterstrukturreform. Man will etwas „reformieren“; reformieren jedoch heißt, dass eine Reform Neues, Besseres hervorbringen sollte. Reformieren bedeutet nicht, Abbau des Bestehenden in Größenordnungen! Diese Theaterstruktur- reform muß gestoppt werden - sofort!
Man kann und darf Theater nicht als Kostenfaktor sehen. Die Theaterstruktur in Mecklenburg-Vorpommern hat sich doch bestens bewährt. Sollte man nicht lieber investieren statt reformieren? Die Theater haben Hervorragendes geleistet bei gleichbleibenden Subventionsmitteln seit dem Jahre 1994! Auf Kosten und Ausbluten der Macher. mehr

Neuer Markt, Marienkirchhof, Ehrenmal, Stele von Norden (Foto: LAKD-MV/LD, A. Bötefür)
Neuer Markt, Marienkirchhof, Ehrenmal, Stele von Norden (Foto: LAKD-MV/LD, A. Bötefür)
22. September 2014

Sowjetisches Ehrenmal soll stehen bleiben

Die Bürgerschaftsfraktion der Linken offenen Liste nahm in ihrer Sitzung am 22.09.2014 den Artikel „Landesamt: Sowjetisches Ehrenmal soll stehen bleiben“ in der OZ vom 20./.21.09.2014 zum Anlass, den schon Anfang 2014 mehrfach geäußerten Standpunkt der Fraktion Die LINKE noch einmal ausdrücklich zu bekräftigen:

Wir stehen ein für den Erhalt und die Pflege des Denkmals an seinem angestammten Platz. Die Argumente von Herrn Dr. Dieter Bartels sind aus mehrfacher Hinsicht unakzeptabel.

Die Fraktion dankt Herrn Dr. Winands vom Landesamt für Denkmalpflege für seine sachlichen und verantwortungsgeprägten Ausführungen zum Erhalt des Denkmals.

s.h. Artikel Dr. Winands, Landesamt für Denkmalpflege