Bürgerschaftssitzung 07.12.2017

Ostsee Zeitung: Sowjetdenkmal am Neuen Markt: Kirche setzt auf Kompromiss

Pastor Christoph Lehnert regt einen internationalen Architekturwettbewerb zur künftigen Gestaltung des Markt- platzes an. Eine Tiefgarage lehnt der Geistliche rigoros ab.

Fotos:Stefan Sauer
Fotos:Stefan Sauer

OZ-Artikel von Von Marlies Walther:
Es ist das umstrittenste Denkmal in Stralsund Das sowjetische Ehrenmal am Neuen Markt, unmittelbar vor der Marienkirche. Die einen möchten den mächtigen Obelisken lieber heute als morgen von seinem angestammten Platz vor dem Nordeingang der Kirche ver- bannen. Die anderen pochen auf den Denk- malstatus genau an dieser Stelle, denn die Anlage befindet sich im Kern des von der Unesco als Weltkulturerbe anerkannten Stadtgebietes und ist auf der Liste der Bau- denkmale mit der Nummer 607 eingetragen. mehr

 

Landesenkmalpflege MV : Denkmal des Monats Juni 2014

Stein des Anstoßes?! Das "unbequeme" sowjetische Ehrenmal am Neuen Markt in der Hansestadt Stralsund

Artikel von Dr. Klaus Winands:
In Zeiten von Jahrestagen politischer Schreckensereignisse rücken Denkmale in den Blickpunkt, die aus verschiedenen An- lässen als Erinnerungsmale errichtet worden sind. Gerade die Denkmale aus der sowjetischen Besatzungszeit auf dem Ge- biet der ehemaligen DDR verdienen in der heutigen Zeit besonderer Aufmerksamkeit. mehr

Neuer Markt, Marienkirchhof, Ehrenmal, Stele von Norden (Foto: LAKD-MV/LD, A. Bötefür)
Neuer Markt, Marienkirchhof, Ehrenmal, Stele von Norden (Foto: LAKD-MV/LD, A. Bötefür)
 
Willkommen auf der Internetpräsenz der Fraktion LINKE offene Liste

Die Sundpromenade und das Thälmann-Denkmal

Damals wie heute - Das Thema beschäftigte schon 2014 die Bürgerschaftsmitglieder

Die Fraktion der Partei Die LINKE in der Stralsunder Bürgerschaft beschäftigte sich in ihrer Sitzung am 10. Februar 2014 mit den Plänen der Stadtverwaltung zur weiteren Gestaltung der Sundpromenade. Dazu konnten Frau Gressert, Herrn Wohlgemuth und Herrn Bogusch vom Bauamt begrüßt werden, die die Planungen vorstellten und gleichzeitig noch anhand alter Unterlagen einen Rückblick auf die Geschichte dieser Promenade ermöglichten.

Besonderes Augenmerk richteten die Stadtvertreter der LINKEN verständlicherweise auf die Einbezieh-ung des Thälmann-Denkmals. Die laufende Pflege und die vollständige Erhaltung des Denkmals lagen und liegen uns besonders am Herzen. Wir berufen uns dabei auch auf einen Text der Landesdenkmalpflege –

Zitat: „ Die Hansestadt Stralsund sollte aus denkmalfachlicher Sicht bei den weiteren Planungen zu dem Entschluss kommen, sich für die Erhaltung des Thälmann-Denkmals in der überkommenen künstler-ischen Gestaltung zu entscheiden …“
(Mehr dazu auf der Seite der Landesdenkmalpflege: Thälmann ohne Mauer? Die künstlerische Idee des Ernst-Thälmann-Denkmals in der Hansestadt Stralsund. Denkmal des Monats Februar 2013)

Unsere Fraktion sieht die Stadt auch in der Pflicht, die Rechte des Gestalters, Prof. W. Arnold, an seinem Werk auch über seinen Tod hinaus zu wahren. Herr Wohlgemuth betonte, dass für alle Einzel-heiten der Promenadengestaltung noch ausreichend Zeit zur Verfügung steht, um alle Für und Wider, nicht nur zum Denkmal, abzuwägen und akzeptable Lösungen für alles zu finden.

Die Umgestaltung der Promenade stand in engem Zusammenhang mit der Planung des Ostseeküsten-Radwanderweges, die sich in den Gesamtplan einfügen sollte. Die Fraktion nahm das zustimmend zur Kenntnis und äußerte den Wunsch, in alle Phasen der Planung auch die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt einzubeziehen. 

7. November 2017

Hafenkiosk bekommt neue Fenster und Türen

  • Stralsund, Hafenkiosk mit neuen Fenstern
  • Stralsund, Hafenkiosk mit neuen Fenstern
  • Stralsund, Hafenkiosk mit neuen Fenstern

Gute Nachricht. Der Geschäftsführer der Weißen Flotte löst sein Versprechen ein. Nach der Dachsanierung sind nun die neuen Fenster und Türen am Hafen - Kiosk eingesetzt worden. Danach soll noch in diesem Jahr die Erneuerung der Fassade erfolgen.

Der alte Zustand des Kiosk und unsere Anfrage in der Bürgerschaft dazu hier >>

12. Oktober 2017

Chance für den Erhalt der Klosteranlage Rambin?

Umgestaltung zu einem sozial- ökologischen, zukunftsfähigen Modellprojekt

Die Bürgerschaftsfraktion LINKE offene Liste hatte Anfang Oktober zu einem vor Ort Termin nach Rambin, zur Besichtigung der Klosteranlage, geladen. Viele werden sich fragen, was hat die Stralsunder Bürgerschaftsfraktion auf der Insel Rügen in Rambin zu suchen. Die Klosteranlage St. Jürgen von Rambin hat eine wechselvolle Eigentums- und Verwaltungsgeschichte hinter sich. Zeitweilig lag das Areal in Rechtsträgerschaft des damaligen Kreises Rügen, später in der von Rambin. Heute ist die Hansestadt Stralsund Eigentümerin.
Seit Jahren versucht diese einen Investor zu finden, der alles in Erbbaupacht auf 50 Jahre für einen jähr-lichen Pachtzins von 16.200 Euro übernehmen soll. Alle bisherigen Versuche das Areal zu vermarkten sind gescheitert. Für Investoren erschwerend ist, dass die gesamte Klosteranlage, einschließlich des historischen Parks mit seinem alten Baumbestand, der Schmuckplatz, die Obstwiesen und Nutzgärten unter Denkmalschutz stehen.
Die historische Gebäude der Klosteranlage sind dem Verfall Preis gegeben. Nur wenige Gebäude sind noch bewohnt. Die notdürftige Erhaltung der Gebäude und Pflege der Anlagen kosten der Hansestadt jährlich ca. 40.000 €. weiter

Foto: Christian Rödel
Foto: Christian Rödel

Kreuzweg macht Halt vor Ehrenmal

Bericht der OZ/ Ostseezeitung vom 31. MÄRZ 2014

Bemerkenswert in zweierlei Hinsicht war gestern Nachmittag der erste Ökumenische Kreuzweg von Katholiken und Protestanten in der Hansestadt: Einerseits hat es so einen gemeinsamen Prozessionszug beider Konfessionen in der Passionszeit noch nicht in Stralsund gegeben, und zum anderen wurde vor dem sowjetischen Ehrenmal eine solche christliche Andacht bislang ebenfalls noch nicht abgehalten.

Nach dem Zwischenstopp vor dem Ehrenmal für die gefallenen russischen Soldaten während des Zweiten Weltkrieges zog die Prozession weiter durch die Altstadt in die Langenstraße, wo die Gläubigen vor der einstigen jüdischen Synagoge Halt machten.
Der Kreuzweg endete vor der Nikolaikirche neben dem Rathaus.

Das sowjetische Ehrenmal und das Weltkulturerbe

Der Welterbe-Beirat der Hansestadt Stralsund hat sich lt. Tätigkeitsbericht im November 2013 mit dem sowjetischen Ehrenmal auf dem Neuen Markt beschäftigt und folgendes protokolliert:

"Umgang mit dem Marienhof/Ehrenfriedhof Auf der Grundlage der vorhergegangenen Beratungen u.a. in der öffentlichen Bürgerwerkstatt am 7.3.2012 sowie des Workshops Marienkirchhof/Ehrenfriedhof am 25.9.13 an dem ebenfalls der Welterbe-Beirat vertreten war, fasste er einstimmig den grundlegenden Beschluss, das Gedenken an die gefallenen sowjetischen Soldaten von den ggf. zu würdigenden Ereignissen der Stadtgeschichte auf dem Areal vor der Nordseite der Marienkirche, zu trennen. Der WEB sieht in dieser Vorgehensweise eine sowohl zukunftsorientierte als auch erzieherisch wirkungsvolle sowie eine konfliktärmere Herangehensweise. Darüber hinaus wird der Gleichbehandlung aller gefallenen Soldaten des Zweiten Weltkrieges in und um Stralsund gleich welcher Nation gerechter entsprochen. Der Beschluss, der auf eine Umbettung der auf dem Nordportal beigesetzten sowjetischen Soldaten und die Auflösung des gegenwärtigen Ehrenhains mit dem Obelisk hinausläuft, wird in seiner konkreten Ausformulierung dem Bedarfsträger übergeben." Zum Artikel

Neuer Markt, Marienkirchhof, Ehrenmal, Stele von Norden (Foto: LAKD-MV/LD, A. Bötefür)
Neuer Markt, Marienkirchhof, Ehrenmal, Stele von Norden (Foto: LAKD-MV/LD, A. Bötefür)
22. September 2014

Sowjetisches Ehrenmal soll stehen bleiben

Die Bürgerschaftsfraktion der Linken offenen Liste nahm in ihrer Sitzung am 22.09.2014 den Artikel „Landesamt: Sowjetisches Ehrenmal soll stehen bleiben“ in der OZ vom 20./.21.09.2014 zum Anlass, den schon Anfang 2014 mehrfach geäußerten Standpunkt der Fraktion Die LINKE noch einmal ausdrücklich zu bekräftigen:

Wir stehen ein für den Erhalt und die Pflege des Denkmals an seinem angestammten Platz. Die Argumente von Herrn Dr. Dieter Bartels sind aus mehrfacher Hinsicht unakzeptabel.

Die Fraktion dankt Herrn Dr. Winands vom Landesamt für Denkmalpflege für seine sachlichen und verantwortungsgeprägten Ausführungen zum Erhalt des Denkmals.

s.h. Artikel Dr. Winands, Landesamt für Denkmalpflege