Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Skip to main content

Wird der Toilettenpavillon auf dem Neuen Markt ein Einzeldenkmal?

Mit einem Antrag an die Sitzung der Bürgerschaft am 7. März wollte die Linksfraktion den Toilettenpavillon auf dem Neuen Markt auf die Liste der Einzeldenkmale der Hansestadt Stralsund setzen lassen. 
Die CDU Fraktion ergänzte den Antrag in der Richtung, dass zunächst die Voraussetzungen zur Aufnahme auf die Denkmalliste geprüft werden sollen und bei positivem Bescheid dann die Aufnahme auf die Denkmalliste der Hansestadt Stralsund erfolgt. 

Andrea Kühl Fraktionsvorsitzende der Bürgerschaftsfraktion LINKE offene Liste:                                   
„Mit dem Änderungsantrag der CDU können wir gut leben. So wäre der verwaltungsrechtliche Verfahrensweg sowieso gewesen. Wir hoffen, dass im Ergebnis der Prüfung der Voraussetzungen die untere Denkmalbehörde der Stadt sich für den Status als Einzeldenkmal ausspricht. Wir spüren in der Wahrnehmung der öffentlichen Meinung, dass der Toilettenpavillon für viele Stralsunder wertvoll, bauhistorisch einzigartig und an diesem Standort besonders prägend ist. Daher ist es sinnvoll dieses Gebäude unter besonderen Schutz zu stellen. 
Es macht auch Sinn, da Einzeldenkmale für ihren Erhalt eine besondere Förderung erhalten können.“ 

Begründet wurde der Antrag der Linksfraktion damit, dass der Neuer Markt ein Zentrum des mittelalterlichen Stadtkerns der Hansestadt Stralsund und dementsprechend als Flächendenkmal auf Grundlage der Denkmal – Verordnung “Altstadt Stralsund” ausgewiesen ist. Die auffälligste Ausstattung des Neuen Marktes ist seit 1954 der Toilettenpavillon, das öffentliche WC auf dem Markt. Der Toilettenpavillon diente damals auch als Wartehaus für Fahrgäste der Stralsunder Straßenbahn, als Zeitungskiosk und Telefonhäuschen. Seit 2012 wird in der Hansestadt Stralsund über eine Neugestaltung des Neuen Marktes nachgedacht. In mehreren Bürgertreffen wurden seit 2013 verschiedene Ideen für eine Marktumgestaltung ausgetauscht. Viele Bürgerinnen und Bürger haben sich in diesem transparenten Beteiligungsprozess für den Erhalt des Toilettenpavillons ausgesprochen. Im Bericht und in den Empfehlungen wird der Toilettenpavillon von den Werkstattteilnehmern als wichtige Einrichtung auf dem Platz verstanden. Der Toilettenpavillon soll in seiner prägenden Funktion für den Neuen Markt erhalten und wenn möglich ergänzt werden (z.B. Kiosk, Stadtinformation etc.).